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Erwin Zetz
Sr. Mgmt. Consultant Healthcare
GS1 Consulting

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Spital der Zukunft

Mit dem Projekt und der Studie «Spital der Zukunft» zeigen GS1 Schweiz und economiesuisse die Möglichkeiten einer verbesserten Wertschöpfungskette in einem wichtigen Bereich der Gesundheitsversorgung auf. In den heutigen stationären Institutionen birgt vor allem die systemische Integration von Informationsflüssen grosse Verbesserungspotenziale. Die Studie beschreibt, wie aus dem Blickwinkel eines Patienten ein optimaler Spitalaufenthalt aussähe. 
 
Das Studienteam der Berner Fachhochschule um Prof. Dr. Jürgen Holm hat in einer umfangreichen Recherche die dafür notwendigen Voraussetzungen dokumentiert und ausgewertet. Die wichtigste Erkenntnis ist: Solange technische und kulturelle Schnittstellen in den Spitälern nicht optimal aufeinander abgestimmt sind, ist es schwierig, die vorhandenen Potentiale auszuschöpfen.

Um den Informationsfluss an den Schnittstellen zu verbessern und so die Prozesse durchgängig zu machen, haben GS1 Schweiz und die Abteilung Medizininformatik der Berner Fachhochschule die Methode IXPRA („Interface Crossculture Process Analysis“) entwickelt.

IXPRA®: Informationslücken aufspüren und Prozesse verbessern

Im Rahmen der Studie „Spital der Zukunft“ wurde die Prozessanalysemethode IXPRA entwickelt und in der Spitalpraxis geprüft. Dabei bewerteten alle Beteiligte IXPRA als leicht verständlich und somit positiv. Besonders hervorzuheben ist die neuartige Darstellung der beteiligten Personen und ICT-Systeme in der IXPRA-Interaktionsschicht, die das identifizieren von Unterbrüchen im Prozess erleichtert.

IXPRA in der Praxis
Die IXPRA-Vorgehensweise umfasst drei Projektschritte: Analysieren, Verstehen und Verbessern. Eine Prozessmatrix (Abb. 1) dient als Referenzmodell und ermöglicht, einzelne Spital-Prozesse im Kontext ihrer technischen, personellen und kulturellen Schnittstellen zu identifizieren. Dieses Referenzmodell erlaubt es, beliebig tief in die jeweiligen Prozessschritte einzutauchen, bis im Kontext des einzelnen Prozessschrittes die involvierte ICT und handelnde Personen sowie die technischen und kulturellen Schnittstellen identifiziert sind. 

Die Analyse mit IXPRA wird durch das IXPRA-Software-Tool unterstützt. Die in Gesprächen und Workshops mit den Prozessbeteiligten gesammelten Daten und Informationen werden mit dem IXPRA-Tool aufbereitet, modelliert und dokumentiert. Das Ergebnis ist ein vollständig visualisierter und dokumentierter Prozess, der von allen beteiligten Personen leicht verstanden wird. 

Die Dokumentation dient als Grundlage für Beratungen mit den beteiligten Stakeholdern, um Massnahmen zur Verbesserung oder Beseitigung der erkannten Informationsunterbrüche zu beschliessen.

Die Stärken der Methode IXPRA

  •  Leicht verständliche Übersicht über Gesamt- und Teilprozesse
  • Darstellung in beliebiger Prozesstiefe
  • Erkennbare kulturelle und technische Schnittstellen
  • Sichtbare Informationsunterbrüche
  • Gute Besprechungsgrundlage für nachfolgende Prozessverbesserungen

Für eine sichere Supply Chain im Gesundheitswesen

Die Studie „Spital der Zukunft“ ist Teil des Gesamt-Projektes „Erarbeitung einer ganzheitlichen Strategie zu einer nachhaltigen Supply Chain im Gesundheitswesen: Potential, Lösungskonzept, Umsetzung“. Das Projekt startete im November 2012, mit dem Ziel, den gesamten Waren-, Informations- und Geldfluss um den Patienten zu analysieren. Berücksichtigt wurden Medikamenten, Medizinprodukte und Verbrauchsmaterialien, Behandlungspfade und der entsprechenden Leistungsabrechnung. Das Gesamtprojekt ist in mehrere Teilschritte unterteilt. Das Projekt „Spital der Zukunft“ war der erste Schritt. In einem zweiten Schritt, als Projekt "Spital der Zukunft Live", werden die erarbeiteten Erkenntnisse und Methoden von unseren Partnern im Pilotprojekt umgesetzt.