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Heinz Graf
Sr. Consultant
GS1 System

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Bahn voraus - Infrastruktur vorbildlich bewirtschaften

Kaum etwas hat unsere Infrastruktur und Logistik so sehr geprägt wie das europäische Bahnsystem. Haben sich in den vergangenen Jahrzehnten digitale Systeme in der Planung, Verkehrssteuerung und Sicherheit bereits durchgesetzt, so stehen aktuell die Bereiche Qualitätsmanagement und Optimierung bei Wartung und Ersatzteilbeschaffung im Fokus.

Um Betriebssicherheit zu garantieren, müssen die richtigen Bauteile und Komponenten bereitgestellt, als auch die Verfügbarkeit von Material und Wartungsdiensten synchronisiert werden. Mit einem standardbasierten Ansatz für die Identifikation und Kennzeichnung von Materialien, Komponenten, Logistikeinheiten, Standorten und Vermögenswerten werden grundlegende Prozesse im Bahnwesen vereinfacht. Eine verbesserte Bestandsführung und ein effektiveres Asset Management sind das Ergebnis und führen so zu grösserer Bestandssicherheit, einer gesicherten Komponentenverfügbarkeit in den Werkstätten und geringeren Kosten.

Transparenz und Sicherheit

Basierend auf den globalen Standards von GS1 bildet die neue Anwendungsempfehlung ein Instrument für das effektive Management von Inventar und Wartungsdiensten für Bahnbetreiber und Zulieferer. Durch die eindeutige Identifizierung und automatische Datenerfassung mittels Barcoding oder RFID-Tagging werden übergreifend alle Unternehmen und Wertschöpfungsketten der Bahnindustrie erfasst und synchronisiert.

So wird der gesamte Lebenszyklus von Bauteilen und kritischen Komponenten von Produktion über Lagerung bis hin zu Einbau, Betrieb, Instandhaltung und anschliessender Verwertung jederzeit erfasst. Dies trägt wesentlich zu einem gesicherten und effizienten Qualitätsmanagement bei. Ein einheitlicher globaler Standard unterstützt die Vernetzung unterschiedlicher Industrien und harmonisiert die Verzahnung der Waren- und Datenströme. Eine effektivere Planung des Leistungseinsatzes für Bahnbetreiber, Zulieferer und Komponentenhersteller führt unmittelbar zu mehr Transparenz und Kosteneffizienz.

Bahnbetreiber müssen sich heute neuen Herausforderungen und neuen gesetzlichen Anforderungen stellen. Neben Produktsicherheit und Gewährleistungsschutz bei der Beschaffung von Bauteilen hat die branchenübergreifende Interoperabilität im Supply Chain Management oberste Priorität. Wenn heute der Austausch von Daten zwischen Herstellern, Betreibern und Aufsichtsbehörden noch heterogen und oft unvollständig ist, Datenanalysen zum Beispiel für die Optimierung von Betriebsabläufen in der Instandhaltung kaum genutzt werden, so wird sich dies künftig grundlegend ändern.

Das globale Netzwerk von GS1 stellt mit seinen über Jahrzehnte bewährten Standards alle in der Bahnindustrie notwendigen Prozesse sicher. Alle Player dieser speziellen Wertschöpfungskette sowie ihre Objekte, Inventarwerte und Lokationen werden auf der Basis von GS1 Identifikationsnummern wie GTIN, GIAI und GLN identifiziert und über Barcodes oder RFID Tags erfasst. Mit GS1 DataMatrix, GS1-128 und EPC/RFID-Tags stehen leistungsfähige, in der Praxis erprobte und bewährte Datenträger zur Verfügung, mit denen sich die gesamte Wertschöpfungskette optimieren lässt.